Welcher Film hat mich dazu inspiriert zu reisen?

Welcher Film oder welches Buch hat dich dazu inspiriert zu reisen?

Ganz klar: Outlander
Die heutige Frage im Daily Prompt lautet: Welcher Film oder welches Buch hat dich dazu inspiriert zu reisen?
Und ich musste tatsächlich gar nicht lange überlegen.
Aber bevor wir gedanklich unsere Koffer packen und durch die schottischen Highlands ziehen, muss ich euch erst einmal etwas erklären.
Ich reise nämlich gerne.
Wirklich.
Allerdings am liebsten in Deutschland.
Nicht, weil ich andere Länder nicht interessant finde. Ganz im Gegenteil. Es gibt so viele Orte auf dieser Welt, die ich gerne einmal sehen würde. Landschaften, Kulturen und vor allem Geschichte interessieren mich unglaublich.
Mein Problem liegt eher darin, wie ich dorthin komme.
Fliegen.
Allein der Gedanke daran lässt meine innere Kontrollzentrale nervös werden.
Natürlich weiß ich, dass Fliegen sicher ist. Natürlich weiß ich auch, dass vorne jemand sitzt, der sehr genau weiß, was er tut.
Aber trotzdem denke ich mir:
Runter kommen sie ja alle.
Die Frage ist nur wie.
Ja, ich weiß. Nicht unbedingt die beste Einstellung, wenn man entspannt in ein Flugzeug steigen möchte.
Mein eigentliches Problem ist aber gar nicht unbedingt die Höhe. Es ist die Kontrolle.
Ich muss mein Leben in die Hände eines Menschen legen, den ich überhaupt nicht kenne.
Da sitzt vorne irgendwo ein Pilot, den ich nicht einmal persönlich begrüßt habe, und plötzlich soll ich ihm vertrauen, dass er mich in mehreren tausend Metern Höhe sicher durch die Gegend fliegt.
Und ich?
Ich sitze hinten und kann nichts machen.
Gar nichts.
Ich kann nicht bremsen.
Nicht rechts ranfahren.
Nicht sagen: „Warte mal, hier stimmt irgendwas nicht.“
Ich muss einfach vertrauen.
Und Kontrolle abgeben?
Kann ich richtig gut.
Nicht.
Also bleibe ich bisher lieber mit beiden Füßen auf dem Boden und reise durch Deutschland.
Und ganz ehrlich: Auch hier gibt es unglaublich viel zu entdecken.
Deutschland ist wunderschön.
Wir haben Berge, Seen, Wälder und das Meer. Kleine Dörfer, in denen man das Gefühl hat, die Zeit wäre irgendwann einfach stehen geblieben. Alte Städte, Burgen, Schlösser und Orte, an denen Geschichte plötzlich nicht mehr nur etwas ist, das in einem Schulbuch steht.
Genau das liebe ich.
Ich möchte irgendwo stehen und mich fragen:
Was ist hier wohl vor 500 Jahren passiert?
Wer ist hier entlanggelaufen?
Wer hat hier gelebt?
Welche Geschichten könnten diese Mauern erzählen, wenn sie sprechen könnten?
Vielleicht ist das auch der Grund, warum mich eine Serie ganz besonders zum Reisen inspiriert hat:
Outlander.
Wenn es einen Ort gibt, den ich unbedingt einmal sehen möchte, dann ist es Schottland.
Diese Landschaft.
Diese Weite.
Diese Burgen.
Der Nebel.
Die Highlands.
Alles wirkt irgendwie mystisch.
Als würde hinter dem nächsten Hügel eine Geschichte warten, die längst vergessen wurde.
Ich stelle mir vor, wie man dort steht, der Wind einem um die Ohren weht und man auf eine Landschaft schaut, auf der vor Jahrhunderten Menschen gelebt, geliebt und gekämpft haben.
Schlachten wurden auf Feldern ausgetragen, über die heute vielleicht Menschen spazieren, ohne zu wissen, was dort einmal geschehen ist.
Burgen stehen als Ruinen in der Landschaft und trotzdem erzählen ihre wenigen verbliebenen Mauern noch Geschichten.
Menschen haben dort Großes erschaffen.
Andere haben alles verloren.
Generationen kamen und gingen.
Und die Landschaft?
Die ist geblieben.
Genau das fasziniert mich an Geschichte.
Plötzlich merkt man, wie klein unsere eigene Zeit eigentlich ist.
Wir leben jetzt.
Aber vor uns waren schon so viele andere Menschen hier.
Mit ihren Sorgen.
Ihren Hoffnungen.
Ihren Familien.
Mit Liebe, Streit und vermutlich auch dem ein oder anderen Teenager, der seine Mutter in den Wahnsinn getrieben hat.
Manche Dinge ändern sich wahrscheinlich nie.
Outlander hat bei mir genau diese Sehnsucht geweckt.
Nicht unbedingt danach, durch irgendwelche Steine ins 18. Jahrhundert zu fallen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich vermutlich trotzdem einmal vorsichtig meine Hand drauflegen würde.
Nur zur Sicherheit.
Aber ich möchte dieses Land sehen.
Ich möchte durch die Highlands fahren.
Vor einer alten Burg stehen.
Den Wind spüren.
Vielleicht einen dieser geheimnisvollen Orte besuchen und für einen Moment einfach nur still sein.
Und natürlich würde mein Gehirn sofort anfangen, sich irgendwelche Geschichten auszudenken.
Wer war hier?
Was ist hier passiert?
Und wenn plötzlich irgendwo ein Mann im Kilt auftaucht, würde ich vermutlich kurz überlegen, in welchem Jahrhundert ich eigentlich gerade bin.
Man weiß ja nie.
Bisher ist Schottland noch ein Traum.
Aber einer, den ich mir erfüllen möchte.
Irgendwann werde ich meine Kontrollzentrale vermutlich davon überzeugen müssen, dass man nicht jeden Weg mit dem Auto zurücklegen kann.
Vielleicht werde ich dann in einem Flugzeug sitzen, mich am Sitz festhalten und dem Piloten gedanklich alle fünf Minuten sagen:
„Du machst das gut. Einfach genauso weitermachen.“
Und irgendwann stehe ich dann hoffentlich dort.
In Schottland.
Mitten in dieser Landschaft, die mich schon durch einen Bildschirm fasziniert hat.
Denn manchmal beginnt eine Reise lange bevor wir tatsächlich losfahren.
Manchmal beginnt sie mit einer Geschichte.
Mit einem Film.
Mit einer Serie.
Oder einfach mit diesem kleinen Gedanken:
Da möchte ich irgendwann einmal stehen.
Und genau das hat Outlander mit mir gemacht.
Schottland steht auf meiner Liste.
Nicht irgendwann vielleicht.
Sondern irgendwann ganz bestimmt.


Und wenn irgendwo ein kleiner Wichtel mit einem winzigen Koffer vor einem schottischen Schloss steht, den Wind um die Zipfelmütze wehen lässt und vorsichtig einen alten Stein berührt, dann denkt er vielleicht:

Manche Reisen beginnen mit einer Geschichte und manche Träume warten einfach geduldig darauf, dass wir endlich den Mut haben, loszufahren.

Schön das du hier bist 🩶

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