
Ich liebe Essen. Wirklich. Ich liebe Essen eindeutig mehr als Menschen. Zumindest an manchen Tagen. Vor allem dann, wenn Menschen anstrengend sind und Essen nicht zurückredet. Essen diskutiert nicht. Essen hinterfragt meine Entscheidungen nicht. Essen rollt nicht mit den Augen, wenn ich zum dritten Mal dieselbe Geschichte erzähle. Essen ist einfach da. Zuverlässig. Verständnisvoll. Und meistens sehr lecker.
Sport hingegen… Nun ja. Sport und ich führen seit Jahren eine sehr komplizierte Beziehung. Genauer gesagt führt der Sport die Beziehung. Und ich versuche ihm aus dem Weg zu gehen. Natürlich weiß ich, dass Bewegung wichtig ist. Natürlich weiß ich, dass man etwas für seinen Körper tun sollte. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einer Stunde auf dem Crosstrainer und einem gemütlichen Abend auf dem Sofa mit einer Tasse Tee, dann gewinnt der Tee. Jedes Mal. Mit großem Abstand.
Nun sind die Wechseljahre allerdings äußerst kreativ, wenn es darum geht, uns auf neue Ideen zu bringen. Plötzlich funktioniert der Körper anders. Dinge, die früher problemlos liefen, laufen plötzlich überhaupt nicht mehr. Der Stoffwechsel macht sein eigenes Ding. Die Energie schwankt. Und die Waage scheint nachts heimlich neue Zahlen zu würfeln.
Irgendwann kam deshalb auch bei mir der Punkt, an dem ich dachte: Vielleicht sollte ich mir meine Ernährung einmal genauer anschauen und meine Ernährung umstellen. Und ich meine damit nicht den klassischen Wechsel vom Kühlschrank zum Stubentisch. Das beherrsche ich bereits auf olympischem Niveau. Nein. Ich meine wirklich Ernährung.
Also setzte ich mich hin. Soweit mein Urteilsvermögen das zuließ. Und begann nach Lösungen zu suchen. Dabei bin ich auf die Marke More gestoßen. Keine Werbung. Einfach meine persönliche Erfahrung.
Das Lustige ist, dass ich mit solchen Produkten früher immer meine Schwierigkeiten hatte. Diese typischen Shakes. Pulver. Getränke. Alles, was man anrühren muss. Das Problem war nicht einmal die Idee dahinter. Das Problem war der Geschmack. Oder eher mein Gesichtsausdruck beim Trinken. Denn viele dieser Produkte schmeckten für mich ungefähr so attraktiv wie Tapetenkleister. Und wer mich kennt, weiß: Ich esse gerne. Ich kaue gerne. Ich möchte das Gefühl haben, wirklich etwas gegessen zu haben. Ein Shake ersetzt für mich kein Essen. Ein Shake macht mich nicht glücklich. Und unglücklich möchte ich in den Wechseljahren nun wirklich nicht auch noch sein.
Deshalb begann ich, meinen eigenen Weg zu suchen. Meinen eigenen Ernährungsplan. Ohne Verbote. Ohne Hungern. Ohne das Gefühl, ständig auf etwas verzichten zu müssen. Denn genau da liegt für mich der wichtigste Punkt. Eine Ernährungsumstellung muss zum Leben passen. Nicht umgekehrt. Was bringt mir der perfekte Ernährungsplan, wenn ich ihn nach drei Tagen hasse? Was bringt mir eine Diät, wenn ich dabei dauerhaft schlechte Laune habe? Davon hat niemand etwas. Weder ich. Noch mein Umfeld. Und glaubt mir:
Eine Frau in den Wechseljahren mit Hunger sollte man grundsätzlich nicht provozieren.
Für mich war deshalb schnell klar: Das gemeinsame Abendessen mit meinem Exemplar bleibt. Punkt. Das ist unsere Zeit. Unsere wichtigste Mahlzeit. Dort wird geredet. Gelacht. Diskutiert. Manchmal auch verhandelt. Und genau deshalb wollte ich daran nichts verändern.
Also habe ich angefangen, die anderen Mahlzeiten anzupassen. Mehr Eiweiß. Mehr Proteine. Mehr Lebensmittel, die lange satt machen. Mehr Dinge, die meinem Körper guttun. Und tatsächlich bietet More dafür viele Möglichkeiten. Vor allem für Menschen wie mich, die lieber essen als trinken.
Mein Exemplar zieht übrigens erstaunlich gut mit. Manche Produkte mag sie sogar selbst. Das macht die Sache natürlich deutlich einfacher. Wobei Jugendliche ohnehin faszinierende Wesen sind. Manchmal verweigern sie Gemüse mit der Leidenschaft eines Freiheitskämpfers. Und am nächsten Tag essen sie freiwillig proteinreiche Snacks. Verstehen muss man das nicht. Man muss es einfach akzeptieren.
Was ich aber wirklich gelernt habe: Die Wechseljahre sind kein Wettkampf. Es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst viel abzunehmen. Es geht nicht darum, perfekt zu essen. Es geht auch nicht darum, sich jeden Genuss zu verbieten. Es geht darum, sich wohlzufühlen. Im eigenen Körper. Im eigenen Alltag. Im eigenen Leben.
Und manchmal bedeutet das eben auch, einen proteinreichen Frühstücksquark zu essen und abends trotzdem gemeinsam mit seinem Kind eine warme Mahlzeit zu genießen. Manchmal bedeutet Gesundheit nicht Verzicht. Sondern Balance. Deshalb möchte ich euch in den nächsten Wochen und Monaten gerne mitnehmen. Auf meine ganz persönliche Reise. Durch Rezepte. Durch Erfahrungen. Durch kleine Erfolge. Und vermutlich auch durch einige lustige Fehlversuche. Denn nicht jedes Rezept wird ein Meisterwerk werden. Manches wird wahrscheinlich aussehen wie ein biologisches Experiment. Aber genau das gehört dazu. Am Ende geht es nicht darum, perfekt zu sein. Sondern darum, Wege zu finden, die zu uns passen. Denn Ernährung sollte uns stärken. Nicht stressen.
Und während du vielleicht gerade darüber nachdenkst, welche kleinen Veränderungen deinem Körper guttun würden, sitzt irgendwo ein kleiner Wichtel auf einer Heißluftfritteuse, knabbert zufrieden an einem proteinreichen Snack und flüstert:
„Vielleicht bedeutet gesund leben nicht, auf alles zu verzichten, was du liebst. Vielleicht bedeutet es einfach, besser auf das zu hören, was dein Körper gerade braucht. Und manchmal braucht er eben Eiweiß. Manchmal Ruhe. Und manchmal einfach ein gemeinsames Abendessen mit den Menschen, die wir lieben.“
Schön, dass du hier bist. 🩶