Der Herbst

Der Herbst kommt leise durch die Tür,
mit kühler Luft und sanftem Licht.
Und während draußen Blätter fallen,
wird es in uns ein wenig still.

Die dunklen Tage sind kein Ende,
sie schenken Ruhe, Stück für Stück.
Wir ziehen uns die Decke höher
und finden langsam zu uns zurück.

Ein Kerzenlicht tanzt an den Wänden,
der warme Tee steht schon bereit.
Cozy – dieses kleine Zauberwort
macht aus dem Grau Geborgenheit.

Und draußen malt der Herbst die Bäume
in Rot und Gold und warmes Braun.
Die klare Luft füllt unsere Lungen,
wir bleiben stehen, um zu staunen.

Er schmeckt nach Kürbis, reifen Äpfeln,
nach Pflaumen, Zimt und süßem Duft.
Nach warmem Kuchen aus dem Ofen
und Herbstgewürzen in der Luft.

Vielleicht braucht auch die Seele Zeiten,
in denen sie nicht wachsen muss.
Vielleicht darf sie wie Blätter fallen
und einfach ruhen – ohne Muss.

So ist der Herbst für mich kein Dunkel,
kein bloßer Regen, grau und schwer.
Er ist ein leises Nachhausekommen,
und vielleicht liebe ich ihn deshalb sehr.

S. H.

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