Teil 6: Ende der Reihe und meine Botschaft an dich

Wenn du das liest und vielleicht selbst so etwas erlebst oder erlebt hast und nicht weißt, warum du so fühlst, wie du fühlst, dann möchte ich dir etwas mit auf den Weg geben. Vielleicht sitzt du gerade da und erkennst dich in manchen Teilen wieder. Vielleicht auch nicht ganz, aber irgendetwas fühlt sich vertraut an. Dieses Gefühl, anders zu reagieren als „man sollte“. Dieses Hinterfragen. Dieses Suchen nach Antworten, die man nicht greifen kann. Und genau dafür sind diese Worte gedacht. Man sollte nie über Menschen urteilen, deren Geschichte man nicht kennt. Und man sollte immer den Weg der Freundlichkeit wählen. Denn jeder Mensch trägt etwas mit sich, das man von außen nicht sehen kann. Etwas, das sein Denken, sein Fühlen und sein Handeln beeinflusst.

Du weißt nie, was jemand durchgemacht hat. Du weißt nie, welche Kämpfe im Inneren geführt werden. Und manchmal weiß man es nicht einmal über sich selbst. Du bist perfekt, so wie du bist.

Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Auch wenn du dich manchmal selbst nicht verstehst. Auch wenn du Dinge an dir hast, die du am liebsten ändern würdest. Finde den Frieden mit dir selbst. Das ist mit Abstand die wichtigste Botschaft, die ich dir mitgeben kann. Es ist kein leichter Weg. Es ist kein schneller Weg. Und es ist auch kein gerader Weg. Du kannst noch so vielen Menschen versuchen zu verzeihen, es wird dir nicht helfen, wenn du nicht bei dir selbst anfängst. Verzeihen im Außen kann wichtig sein, ja. Aber der wirkliche Frieden entsteht erst dann, wenn du aufhörst, gegen dich selbst zu kämpfen. Du musst mit dir selbst in den Frieden gehen. Und das bedeutet nicht, dass plötzlich alles gut ist. Es bedeutet, dass du dich annimmst. Mit allem, was da ist. Mit den guten Seiten, aber auch mit den dunklen. Mit den Zweifeln, den Ängsten, den Reaktionen, die du vielleicht lange nicht verstehen konntest.

Es ist egal, ob du weißt, woher deine Gene sind oder nicht. Es spielt keine Rolle. Denn du bist ein toller Mensch und das ist alles, was zählt.

Du bist nicht deine Herkunft. Du bist nicht das, was dir vielleicht gefehlt hat. Du bist nicht das, was andere aus dir gemacht haben oder nicht gemacht haben. Du bist das, was du heute bist. Und das ist genug. Halte dich nicht mit Gedanken auf wie „Was wäre wenn“ oder „Wohin gehöre ich“. Diese Fragen können dich festhalten, dich kreisen lassen, dich davon abhalten, im Jetzt anzukommen.

Du gehörst dir. Und das ist das Allerwichtigste.

Du brauchst keinen Ort, der dich definiert. Keine Herkunft, die dich vollständig macht. Keine Antwort, die dich erst zu dir selbst führt.

Du bist schon da. Hör auf dein Unterbewusstsein und dein Bauchgefühl. Es ist dein treuester Schutzengel. Es ist immer da, leise, manchmal kaum hörbar, aber präsent. Es meldet sich oft zuerst. Bevor der Kopf beginnt zu analysieren. Bevor Zweifel entstehen. Bevor du anfängst, alles zu hinterfragen. Du musst nur bereit sein, es zu erhören. Und das ist manchmal das Schwierigste. Weil wir gelernt haben, auf so vieles zu hören – auf Erwartungen, auf Meinungen, auf das, was „richtig“ sein soll. Aber dein Gefühl lügt nicht.

Und vor allem: Wenn du Kontrolle über dich erlangt hast, gib sie nicht wieder her. Dieser Satz ist wichtig. Vielleicht einer der wichtigsten.

Denn Kontrolle bedeutet nicht, dass du alles perfekt im Griff hast. Es bedeutet, dass du dich kennst. Dass du spürst, wann etwas kippt. Dass du weißt, was dir guttut und was nicht. Lass dir nichts einreden. Nicht von Menschen, die deine Geschichte nicht kennen. Nicht von Stimmen, die dich klein halten wollen. Und auch nicht von deinem eigenen inneren Zweifel, der sich manchmal meldet. Du bist perfekt, so wie du bist.

Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn du etwas erreicht hast. Sondern genau jetzt. Du bist stark.

Auch wenn du dich schwach fühlst. Auch wenn du zweifelst. Auch wenn du manchmal denkst, dass du es nicht schaffst. Du bist stärker, als du glaubst.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem alles beginnt: Nicht, wenn alles perfekt ist. Sondern wenn du anfängst, dich selbst so zu sehen, wie du wirklich bist.

Und während du vielleicht noch über all diese Worte nachdenkst und spürst, dass in dir etwas in Bewegung gekommen ist, sitzt irgendwo ein kleiner Wichtel ganz leise am Rand deiner Gedanken, lächelt dich an und flüstert:

„Du musst nichts suchen, was du längst in dir trägst, du bist schon genau da, wo du sein sollst.“

Schön das du hier bist 🩶

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