Ich mag das Leise dieser Welt,
das nicht nach Aufmerksamkeit verlangt,
das zwischen Momenten einfach fällt
und sich ganz still ins Leben drängt.
Ich sehe Schönheit, wo sie bleibt,
nicht laut, nicht groß, nicht inszeniert,
wo Wind durch Blätter leise streift
und Zeit sich selbst nicht kontrolliert.
Ich liebe das, was mich umgibt,
die Wärme, die von Nähe kommt,
ein Blick, der ohne Worte liebt,
ein Lachen, das von innen summt.
Ich halte fest, was flüchtig ist,
in Bildern, die den Augen trauen,
weil manches, was man schnell vergisst,
erst bleibt, wenn wir es wirklich schauen.
Aus Gedanken werden leise Geschichten,
die zwischen Worten ihren Raum finden,
und wenn sie sich zu Stimmen verdichten,
beginnen sie, sich selbst zu ergründen.
Ich bin nicht nur das, was man sieht,
nicht nur die Rolle, die ich trage,
ich bin auch das, was leise geschieht,
in jeder ungefragten Frage.
Ich bin Mutter, ich bin Frau,
zwischen Nähe und dem eigenen Sein,
und manchmal weiß ich ganz genau,
ich darf auch einfach nur ich sein.
Denn Leben ist nicht nur das Geben,
nicht nur das Halten, nicht nur das Tun,
es ist auch das eigene Erleben
und der Mut, in sich selbst zu ruh’n.
(Stephanie Hoeckberg)