Wenn Pickelpatches auf Hyaluron treffen

Manchmal merkt man erst im Alltag, wie nah sich zwei völlig unterschiedliche Lebensphasen eigentlich kommen können. Auf der einen Seite die Pubertät, voller Veränderungen, neuer Routinen und kleiner Hautdramen. Auf der anderen Seite die Wechseljahre, ebenfalls eine Zeit des Umbruchs, nur mit ganz eigenen Themen und Herausforderungen. Und irgendwo dazwischen steht man plötzlich gemeinsam im Bad, teilt sich den Spiegel und stellt fest: Die eine kämpft gegen Pickel, die andere gegen Fältchen. Zwei Generationen, zwei Körper im Wandel und doch überraschend viele Parallelen. Genau aus diesem Spannungsfeld entsteht dieser kleine Einblick in einen ganz normalen, leicht chaotischen Familienalltag.

Es gibt Tage, an denen man das Gefühl hat, dass im eigenen Zuhause zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinandertreffen.

Da ist zum einen die Mama.

Sie kommt nach der Arbeit nach Hause, versucht noch schnell den Haushalt so gut wie möglich zu schmeißen, räumt auf, sortiert Dinge, denkt nebenbei noch an Hausaufgaben, Vokabeln und daran, ob morgen vielleicht ein Test ansteht.

Multitasking nennt man das wohl.

Oder auch: ganz normaler Familienalltag.

Und wenn dann endlich alles halbwegs aufgeräumt aussieht, die Küche wieder einigermaßen Ordnung hat und man sich denkt: „So, jetzt sieht es doch ganz gut aus“ …

… dann fällt der Blick auf das Teenagerzimmer.

Doch dort ist Aufräumen eine sehr besondere Sache.

Nicht etwa, weil es nicht versucht wird.

Nein.

Es liegt vielmehr daran, dass man dort irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man merkt:

Mehr geht einfach nicht.

Der Platz ist ausgeschöpft.

Die Dinge haben sich so kreativ verteilt, dass selbst ein kleines Wichtelteam vermutlich mehrere Tage brauchen würde, um wieder Ordnung hineinzubringen.

Also beschränkt man sich als Mama auf den Rest der Wohnung.

Doch auch dort zeigt sich schnell, dass Teenager eine erstaunliche Fähigkeit besitzen:

Ihre Dinge tauchen überall auf.

Klamotten auf dem Sofa.
Klamotten auf dem Stuhl.
Klamotten auf dem Boden.

Und natürlich, ganz selbstverständlich, ausschließlich Klamotten vom Teenager.

Als Mama fragt man sich dann manchmal, ob diese Dinge vielleicht nachts heimlich wandern.

Doch das eigentlich Faszinierende sind nicht die Klamotten.

Nein.

Es sind diese kleinen, geheimnisvollen Dinge, die plötzlich überall auftauchen.

Pickelpatches.

Diese kleinen, durchsichtigen Helferchen, die Teenager scheinbar mit einer beeindruckenden Präzision benutzen.

Sie kleben auf Spiegeln.
Auf Nachttischen.
Manchmal sogar auf dem Badezimmerschrank.

Und gelegentlich entdeckt man sie an Orten, an denen man sie wirklich nicht erwartet hätte.

Während Mama also im Badezimmer steht und versucht, mit Hyalurongel ihrer Haut etwas Gutes zu tun, wird im Teenagerzimmer ganz selbstverständlich gepatcht, gespachtelt und gepflegt.

Zwei Generationen.

Zwei völlig unterschiedliche Hautstrategien.

Und doch irgendwie das gleiche Ziel.

Früher war das alles einfacher.

Zumindest fühlt es sich heute so an.

Damals gab es Make-up.

Und das wurde… nun ja…

mit der Hand aufgetragen.

Ganz unkompliziert.

Heute dagegen wissen zwölfjährige Mädchen bereits ganz genau, wie man Foundation verblendet, welche Pinsel man benutzt und warum ein Beautyblender angeblich unverzichtbar ist.

Man steht daneben und denkt sich:

Wann haben sie das alles gelernt?

Und wann ist eigentlich die Zeit vergangen, in der sie noch kleine Dinge gesammelt haben?

Früher waren es kleine Figuren.

Oder Trolle mit bunten Haaren.

Manche sammelten sogar Schnuller, die man sich stolz an eine Kette hängen konnte.

Heute dagegen gibt es eine ganz neue Sammelleidenschaft.

Juicy Bombs.

In allen Farben.

In allen Geschmacksrichtungen.

Sie liegen im Bad, im Rucksack, auf dem Schreibtisch und manchmal auch irgendwo zwischen den Klamottenbergen.

Wenn man so darüber nachdenkt, treffen in diesen Momenten tatsächlich zwei Welten aufeinander.

Die Welt der Mama.

Und die Welt des Teenagers.

Die eine versucht, mit Hyalurongel kleine Fältchen zu besänftigen.

Die andere kämpft mit Pickelpatches gegen die kleinen Überraschungen der Pubertät.

Und irgendwo dazwischen liegt der ganz normale Familienalltag.

Voller Chaos.

Voller Unterschiede.

Aber auch voller kleiner Momente, über die man am Ende doch lächeln muss.

Denn vielleicht gehört genau das zu dieser besonderen Zeit im Leben.

Dass Generationen manchmal völlig unterschiedlich sind.

Und trotzdem irgendwie wunderbar zusammenpassen.

Und während irgendwo im Badezimmer wieder ein Pickelpatch auftaucht, den eigentlich niemand dort hingelegt hat, sitzt vielleicht ein kleiner Wichtel auf dem Regal, schüttelt schmunzelnd den Kopf und denkt sich:

„Menschen sind wirklich eine faszinierende Mischung.“

Schön das du hier bist 🩶

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